Lokalisierung für mehrere Plattformen: Strategien für den Erfolg

Einleitung

Anwendungen für internationale Märkte müssen auf unterschiedlichen Plattformen wie Windows, Android und macOS verständlich und gut bedienbar sein. Eine sorgfältige Lokalisierung verbessert die Benutzererfahrung und erleichtert den Zugang zu neuen Märkten. Dieser Artikel zeigt, wie Sie die Lokalisierung über mehrere Zielplattformen hinweg organisieren und dabei eine gemeinsame Codebasis und die Werkzeuge der TsiLang Components Suite nutzen.

Was bedeutet Lokalisierung für mehrere Plattformen?

Bei der Lokalisierung passen Sie Texte, Layouts und regionale Einstellungen an die sprachlichen und kulturellen Anforderungen Ihrer Benutzer an. Bei mehreren Zielplattformen prüfen Sie zusätzlich, wie sich diese Anpassungen in den jeweiligen Umgebungen auswirken.

Eine gemeinsame Codebasis vereinfacht die Pflege der Anwendung und ihrer Sprachversionen. Für jede Zielplattform erstellen Sie einen eigenen Build. Welche Ziele zur Verfügung stehen, hängt von der IDE-Version und der verwendeten Programmiersprache ab.

Vorteile einer gemeinsamen Codebasis

  • Konsistenz

    Gemeinsam genutzte Änderungen und Übersetzungen lassen sich für alle Zielplattformen zentral pflegen. Das vereinfacht die Wartung und reduziert Abweichungen zwischen den Versionen.

  • Weniger Aufwand

    Sie organisieren die Lokalisierung an einer Stelle, statt dieselben Aufgaben in mehreren getrennten Codebasen zu wiederholen.

  • Geringere Pflegekosten

    Ein gemeinsamer Ansatz reduziert doppelte Arbeit und erleichtert es, zusätzliche Sprachversionen bereitzustellen.

Strategien für eine erfolgreiche Lokalisierung

1. Die passenden Werkzeuge auswählen

Werkzeuge sollten zu Ihrer Entwicklungsumgebung und den Zielplattformen passen. Die TsiLang Components Suite unterstützt die Lokalisierung von Anwendungen in RAD Studio, Delphi und C++Builder. Sie bietet automatisierte Abläufe, Sprachwechsel zur Laufzeit und Unterstützung für FireMonkey-Anwendungen sowie die Gestaltung von Oberflächen mit FireUI.

Funktionen der TsiLang Components Suite

Übersetzungen zentral bearbeiten

TsiLang erfasst übersetzbare String-Eigenschaften von Komponenten und unterstützt die Anpassung von Sprach- und Regionseinstellungen. So können Sie die Übersetzungen der Oberfläche systematisch bearbeiten, statt Texte für jede Plattform getrennt zu pflegen.

Übersetzungseditor von TsiLang
Der Übersetzungseditor von TsiLang. Die Abbildung zeigt die englische Programmoberfläche.

Sprachen verwalten

Mit TsiLangDispatcher synchronisieren Sie den Sprachwechsel zwischen den verbundenen Formularen. Dadurch verwendet die Anwendung die gewählte Sprache einheitlich.

Übersetzungsassistent

Der Übersetzungsassistent (Translation Wizard) hilft Ihnen, Formulare auszuwählen und TsiLang-Komponenten für die Übersetzung einzufügen.

Übersetzungsassistent von TsiLang
Der Übersetzungsassistent von TsiLang. Die Abbildung zeigt die englische Programmoberfläche.

2. Den Sprachwechsel direkt prüfen

Planen Sie einen Sprachwechsel zur Laufzeit ein. Mit TsiLang können Sie die Sprache während der Entwicklung und im laufenden Programm wechseln. Das erleichtert nicht nur die Bedienung, sondern hilft auch beim Prüfen des Layouts: Sie sehen frühzeitig, wo längere Übersetzungen nicht passen oder Elemente anders ausgerichtet werden müssen.

3. Die Qualität der Lokalisierung prüfen

Die Qualitätssicherung für Lokalisierung (Localization Quality Assurance, LQA) unterstützt die Prüfung der Übersetzungen. TsiLang zeigt Statistiken und typische Lokalisierungsprobleme an. So können Sie offene Aufgaben früh erkennen und Sprachversionen vor der Auslieferung gezielt überarbeiten.

Mehr dazu im Artikel Qualität der Lokalisierung mit TsiLang prüfen.

Statistiken und Qualitätssicherung für Lokalisierung im TsiLang Expert
Statistiken und Qualitätssicherung für Lokalisierung im TsiLang Expert, hier mit englischer Programmoberfläche.

4. Übersetzungsdaten sinnvoll verwalten

Sie können Übersetzungen innerhalb der Anwendung speichern oder in externe Dateien auslagern. Externe Dateien erleichtern Aktualisierungen und ermöglichen es Benutzern, eigene Übersetzungen zu pflegen, ohne die Anwendung neu zu kompilieren.

Wie Sie diesen Ablauf organisieren, erklärt die Anleitung zu externen SIL- und SIB-Dateien.

5. Mit Pseudolokalisierung testen

Bei der Pseudolokalisierung werden Testübersetzungen erzeugt, mit denen Sie die Auswirkungen einer anderen Sprache auf die Oberfläche untersuchen können. TsiLang hilft Ihnen, solche Testdaten zu erstellen. Damit lassen sich zum Beispiel Platzprobleme und noch nicht lokalisierte Texte bereits während der Entwicklung erkennen, bevor die endgültigen Übersetzungen vorliegen.

Lokalisierung als Teil der Entwicklung

Eine gemeinsame Codebasis und geeignete Werkzeuge erleichtern die Lokalisierung für Windows, Android, macOS und weitere verfügbare Zielplattformen. Mit der TsiLang Components Suite können Sie Übersetzungen zentral pflegen, den Sprachwechsel prüfen und die Qualitätsanalyse in Ihren Entwicklungsablauf einbinden.

Prüfen Sie die Oberfläche auf jeder Zielplattform: Unterschiedliche Schriftarten, Steuerelemente und Bildschirmgrößen können eigene Layoutanpassungen erfordern. So verbinden Sie eine gemeinsame Übersetzungsbasis mit einer gut bedienbaren Oberfläche in jeder Sprachversion.

Diesen Artikel teilen:

Copyright © 1998-2026 Igor Siticov, SiComponents. TsiLang®, Resource Builder® und SiComponents® sind eingetragene Marken von Igor Siticov.
RAD Studio, Delphi und C++Builder sind Marken oder eingetragene Marken von Embarcadero Technologies, Inc.